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Darmstadtium — Ds — (Atomgewicht [281])

Das Element "110" nach der Systematik Ununnullium bekommt einen “anständigen” Namen. Die Empfehlung durch die IUPAC —Inorganic Chemistry Division Committee— auf Basis des Vorschlages der Entdecker Hofmann et al. —Gesellschaft für Schwerionenforschung mbH (GSI) in Darmstadt, Germany— das Element nach dem Ort seiner Entdeckung zu benennen, bereits eine Tradition auch bei anderen Elementen.
1994 waren erstmals Atome (oder besser Kerne) des Elementes "110" von den Physikern der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt für den Bruchteil einer Sekunde erzeugt worden.
In der Natur kommt es nicht vor, da es extrem schnell zerfällt. Es gehört vom Atomaufbau her zur Gruppe der platinähnlichen Übergangsmetalle. Seine Bedeutung liegt in der Grundlagenforschung auf dem "Wege zur Stabilitätsinsel".


2000 wurde das Entdeckerrecht - und damit das Namensgebungsrecht von der IUPAC für die Forscher des GSI eingeräumt. So bekommt nun eine deutsche Stadt einen Platz im PSE.
Auch 107 (Bohrium), 108 (Hassium) und 109 (Meitnerium) wurden am GSI erzeugt.

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Chemisches Element nach Entdeckungsort «Darmstadtium» getauft

chemie.de19.08.2003 - Darmstadt (dpa)

Ein in Darmstadt entdecktes chemisches Element ist offiziell auf den Namen «Darmstadtium» getauft worden. Der internationale Chemikerverband IUPAC habe dem Element den Namen am Wochenende zuerkannt, teilte Oberbürgermeister Peter Benz (SPD) am Montag mit. Das Element trage das Symbol «Ds», teilte die IUPAC im Internet mit.
Forscher der Darmstädter Gesellschaft für Schwerionenforschung hatten 1994 das Element mit der Ordnungszahl 110 für einen Bruchteil von Sekunden erzeugt. Es gehört vom Atomaufbau her zur Gruppe der platinähnlichen Übergangsmetalle und kommt in der Natur nicht vor, denn es zerfällt sehr schnell. Namen und Abkürzung für «Darmstadtium» hatte die GSI vorgeschlagen. Den Vorschlag absegnen musste die Generalversammlung der IUPAC, die bis zum vergangenen Wochenende in Ottawa (Kanada) tagte.
«Wir sind sehr stolz darauf, dass das Element den Namen unserer Stadt trägt», sagte Oberbürgermeister Benz. «Darmstadtium» hat nach Darstellung der GSI keinen praktischen Nutzwert. Die Suche danach sei reine Grundlagenforschung gewesen. Die GSI kam bereits den Elementen 107 (Bohrium), 108 (Hassium) und 109 (Meitnerium) auf die Spur. Die 1919 gegründete IUPAC ist unter anderem für die Nomenklatur des Periodensystems der chemischen Elemente zuständig.