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Die Vertretung des Freistaates Bayern beim Bund

In Erinnerung meines Deutschlehrers Herr Haarmann, (Pestalozzioberschule Dresden 1959 - 1963) entsinne ich mich seines vernichtenden Urteils über die bayrischen Regimentsmitglieder in den gemeinsamen Kämpfen der Jahre 1939 bis 1945. OBZWAR er grundsätzlich die Bewohner Bayerns für ein friedfertiges und gemeinschaftlich lebendes Volk hielt.
Ein zweiter Gedanke aus jenene Jahren mit Bezug zu Bayern erinnert mich an den Film "Wildwest in Oberbayen".

Nun schon etwas besser unterrichtet über das Bayern des 21. Jahrhunderts (unter anderem durch gemeinsame Unternehmensberatung mit Herrn LWS Brannenburg und gute Freunde utner den Bayern und in Bayern) besuchte ich am 29.03.03 nach 2002 zum zweitenmal den “Tag der offenen Tür” der Landesvertretung, am 29.03.03, als einer von 4.000 Besuchern (lt. des Senders Berlin 88.8).

erste Eindrücke

  • Das Interesse der Berliner am Freistaat Bayern ist groß, nach dem Gedränge zu urteilen.
    Allerdings waren offensichtlich auch in Berlin lebende Bayern anwesend.
  • Geurteilt, nach der großen Anzahl der Schilder Rundgang, die sich mit Schräg-Aufwärts-Pfeil entlang jeder Treppe zogen (einmal am Anfang und mindestens zweimal bis zum nächsten Podest): die Bayern vermuten einen geringen IQ bei den Preußen.
  • ABER gastfreundlich sind die Bayern: es gab ein Freigetränk: das habe ich für ein “Weizen” genutzt.
  • AUCH war ich diesmal etwas spät dran: es gab keine Kugelschreiber mehr; die vom vergangenen Jahr sind mittlerweile nicht mehr in meinem Besitz sondern von Berliner Unternehmern meinem Besitz entzogen worden.

Das Vorurteil aus irgendeinem Kartoon

Ausspruch einem Bayern in den Mund gelegt:
“Joo, I hob doch nix gegen die Vereinigten Staaten von Eiropa - ABER BAYERN den BAYERN sog I.”

Die offizielle Formulierung aus dem 19. Jahrhundert: "Wir wollen Deutsche sein und Bayern bleiben"

kurzer Exkurs

(entnommen der Info-Broschüre und aus meiner subjektiven Sicht zitiert)
  • Bei der Reichsgründung 1870/1871 wurde dem bairischen König das Privileg zuteil, den preußischen König als Kaiser vorzuschlagen. Dazu musste BISMARCK einige Zugeständnisse machen.
  • Das Deutsche Reich von 1871 hatte eine föderative und monarchistische Ordnung - weil >»> die Fürsten wollten ihre Privilegien nicht aufs Spiel setzen. Interessant ist auch: Preußen stellte 17, Bayern 6, Sachsen und Württemberg je 4, Baden und Hessen-Darmstadt je 3, Mecklenburg-Schwerin und Braunschweig je 2 und die die anderen 17 stellten je einen Bevollmächtigten im Bundesrat. Und es verblieben auch oft die Gesandtschaften im europäischen Ausland: die Anzahl verringerte sich zwar bis 1914: aber da hatte das Königreich Bayern noch Gesandte in Russland, Österreich, Italien, beim Vatikan, beim Quirinal und in Paris für Frankreich und Belgien. 1914 war das Königreich Sachsen noch in Wien und das Königreich Preußen beim Vatikan vertreten. Wohlgemerkt neben der ReichsVertretung des Deutschen Reiches.
    Auch hatte das Königreich Bayern Vertreter in Baden (bis 1887) in Preußen, Sachsen und Württemberg

    1. bis 1871: Gesandtschaft des Königreiches Bayern am Hof des preußischen Königs.

    2. 1871: Diese wird dann die Vertretung Bayerns beim Reich: 1885-1882 in der Wilhelmstraße und 1892-1934 in der Voßstraße.

    3. 1918 wird durch die Novemberrevolution aus dem Königreich Bayern - der Freistaat Bayern: das ändert aber nichts Prinzipielles an der Landes-Vertretung bei der Zentralregierung. das heißt die Verfassung hatte mehr einen "Einheitsstaat" und verbindlich war die "republikanische Staatsform" formuliert. Allerdings forderte Bayern imemr wieder einen Umbau zu mehr Föderalismus.

    4. 1934: Das Reichsgesetz zum Neuaufbau des Reiches vom 30.01.1934 beendetet dann die Eigenständigkeit der Länder: da gab es auch keine Vertretung der Länder mehr.

    5. 1945: Mit der Proklamation #2 der amerikanischen Militäradministration wird Bayern wieder gebildet: unter Verlust der Rheinpfalz und des Landkreise Füssen.

    6. 1949: liegt die Vertretung Bayens beim Bund vorübergehend in Bonn (trennungsbedingt).

    7. 1998: kehrt die Vertretung dann als erste Landesvertretung nach Berlin zurück (vereinigungsbedingt), diesmal in der Behrensstraße.
      näheres unten unter Links

UND noch ein paar LINKS zum Thema

Die Landesvertretungen beim Bund
  1. DE-BB    Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund
    In den Ministergärten 1, 10117 Berlin (Mitte), (030) 22 00 22 0

  2. DE-BE    Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund
    seit dem 26. August 2002 im Berliner Rathaus (Rotes Rathaus), Rathausstraße 15, 10173 Berlin, (030) 90 26 0

  3. DE-BW    Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund
    Tiergartenstraße 15, 10785 Berlin (Tiergarten), (030) 25 45 60

  4. DE-BY    Die Bayerische Vertretung in Berlin
    Behrenstraße 21/22, 10117 Berlin (Mitte), (030) 20 26 55 00

  5. DE-HB    Vertretung der freien Hansestadt Bremen
    Hiroshimastraße 22, 10785 Berlin (Tiergarten), (030) 26 93 00

  6. DE-HE    Vertretung des Landes Hessen beim Bund
    In den Ministergärten 5, 10117 Berlin (Mitte), (030) 72 62 00-500

  7. DE-HH    Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund
    Jägerstraße 1, 10117 Berlin (Mitte), (030) 20 64 60

  8. DE-MV    Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund
    In den Ministergärten 3, 10117 Berlin (Mitte), (030) 20 60-6

  9. DE-NI    Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund
    In den Ministergärten 10, 10117 Berlin (Mitte), (030) 72 62 91-500

  10. DE-NW    Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund
    Hiroshimastraße 12-16, 10785 Berlin (Tiergarten), (030) 27 57 50

  11. DE-RP    Landesvertretung Rheinland-Pfalz
    In den Ministergärten 6, 10117 Berlin (Mitte), (030) 72 62 91-000

  12. DE-SA    Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund
    seit dem 20. März 2003: Luisenstraße 18, 10117 Berlin (Mitte), (030) 243 45 80

  13. DE-SH    Landesvertretung Schleswig-Holstein
    In den Ministergärten 8, 10117 Berlin (Mitte), (030) 72 62 90-500

  14. DE-SL    Landesvertretung des Saarlandes beim Bund
    In den Ministergärten 4, 10117 Berlin (Mitte), (030) 72 62 90-000

  15. DE-SN    Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund
    Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin (Mitte), (030) 20 60 60

  16. DE-TH    Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund
    Mohrenstraße 64, 10117 Berlin (Mitte), (030) 20 34 50

Bemerkungen zu den Ländervertretungen beim Bund

Senatskanzlei (01.04.03): Das Büro der Bürgermeisterin von Berlin Karin Schubert teilt mit:
zur offiziellen Schlüsselübergabe der Landesvertretung Sachsen-Anhalt, die morgen (02.04.03) in die "Möwe" in der Luisenstraße Nr. 18 einzieht.
Bürgermeisterin Karin Schubert: “Es ist schön für Sachsen Anhalt, dass die Landesvertretung ein zentrales Gebäude im Herzen Berlins in unmittelbarer Nähe zum Bundestag und Kanzleramt bezieht. Es ist zugleich schön für Berlin, dass nach mühevoller Arbeit nun ein nicht nur kunsthistorisch bedeutsames Gebäude als Sitz einer repräsentativen Landesvertretung im Herzen Berlins in neuem Glanz erstrahlt. Dieses als »Möwe« bekannt gewordene Gebäude diente als kultureller Treffpunkt im damaligen Ost-Berlin, wo Carl Zuckmayer, Gustav Gründgens, Hans Albers, Erich Kästner, Sophia Loren und Yves Montand ebenso zu Gast waren wie Bertold Brecht und Helene Weigel, die nach ihrer Rückkehr aus dem amerikanischen Exil hier zeitweise wohnten. Ich bin sicher, dass Sachsen-Anhalt diese Tradition als Ort der Kommunikation und als Treffpunkt in zahlreichen Veranstaltungen fortsetzen wird. Ich wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Freude an der Arbeit in der angenehmen Atmosphäre, die dieses repräsentative Gebäude bietet.” Nähere Informationen über die Landesvertretung Sachsen-Anhalt, die Geschichte und die Baufortschritte finden Sie unter http://www.sachsen-anhalt.de

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