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Dresdner Elbtal: Weltkulturerbe

Das Elbtal zwischen Uebigau und Pillnitz -mit der Dresdner Innenstadt und der Elbe und ihren Brücken und bezügen zum Stadtbild- ist   Unesco-Weltkulturerbe  . Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen hat die Stadt Dresden an der Elbe auf die Liste der "sich weiterentwickelnden Kulturlandschaften" gesetzt. Auf Sitzung vom 02.07.2004 in Suzhou.
August der Starke - der soviel Barock in Dresden schaffen ließ - wäre begeistert denn sein Ziel war es seine Residenzstadt Dresden zur prachtvollsten Metropole Europas zu machen. Im Antrag hieß es korrekterweise: "außergewöhnlich qualitätsvolle und umsichtige Entwicklung und Gestaltung eines Stadtraumes ... in rücksichtsvoller Bezugnahme auf eine wertvolle Flußlandschaft". Bekannt die Stadtblicke von Canaletto. Viele Künstler wurden angelockt hier zu schaffen.
Fast wäre am 13.02.1945 diese Kulturstadt vernichtet worden. Aber der Aufbau seit 1950, und der Wiederaufbau der Frauenkirche nach 1990 haben das Stadtbild gerettet. Welches nun zum Imagegewinn für den Freistaat Sachsen genutzt werden wird.

Die Unseco vergibt seit 1972 "besonders schützenswerten Natur- und Kulturgütern" den Status "Weltkulturerbe". Damit stehen sie offiziell "unter der Obhut der gesamten Menschheit". 2004 wurden 24 von 48 Anträgen gewährt.
Nur eins ist damit nicht geregelt: deren Erhaltung. Wenn Taliban auf "Götteslästerungen" schießen nützt der Eintrag ins Weltkulturerbe nichts. Wo Waffen sprechen ist kein Platz für Weltkultur: Irak, Jugoslawien. Geld für arme Staaten: Kuba und die Altstadt von Havanna. Nur das Weltkulturerbe besitzt mittlerweile fast 800 Schätze in 130 Staaten, die Aufmerksamkeit (der Menschheit) wird gesplittet. Und die Tourismusströme auch. Kultur: napoleon richtete in Kirchen Pferdeställe ein. Kuba benötigt seine Kirchen auch nicht- alelrdings die Kathedrale von "El Cobre" ist wunderbar und zeigte uns als Touristen den karibisch-katholischen Bedarf. 1809 wurde in Hamburg der Dom abgerissen. 1945 wurden die Kulturstätten in Dresden bombardiert. Kunstwerke waren in ungeeignete Räume ausgelagert (es war Krieg...). 1960 wurde in Dresden die gotische Sophienkirche einem ‘Gaststättenwürfel in Blockbauweise’ geopfert, der fast mit dem Namen ‘Zwingerperle’ als Restauration benannt worden wäre.. In Potsdam (das ist Weltkulturerbe) wäre fast ein Einkaufs-Center in das Stadtbild geraten. Und die Wohnsiedlung “Carl Legien” vom Architekten Bruno Taut muss wohl auf ihre Bäume und Sträucher verzichten, weil (?) sie ins Weltkulturerbe kommen soll. Und Dresden benötigt eine wichtige Straßenbrücke am “Waldschlösschen”, die zwangsläufig den Waldschlösschen-Blick auf das Stadtzentrum und die Blickbeziehung stören muss... Allerdings ist die historische Stadtansicht eher von Pieschen (Canaletto) her allerdings dort wurden Eigentumswohnungen mit dem Bonus des Blicks auf die Silhouette vermarktet.

Die Unesco hat auch eine "Rote Liste": dort wurde der 1996 ins Erbe aufgenommene "Kölner Dom" gesetzt. Planungen sehen rechtsrheinisch mehrere Hochhäuser vor, die die Sichtbeziehungen zum Dom zerstören. Und auch die fehlende Pufferzone um den Dom mault die Unseco an.

Frauenkirche Dresden

live-cam

01-02-05: News aus Dresden Frauenkirche jetzt mit Aussicht
In Dresden wird heute in 67 Metern Hoehe die Aussichtsplattform der wieder aufgebauten Frauenkirche fuer Besucher geoeffnet. Sie erlaubt einen Blick auf die Elbestadt und ihre Umgebung. Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf sollen dem Innenausbau zugute kommen. Am 30. Oktober soll die im Zweiten Weltkrieg voellig zerstoerte Barockkirchegeweiht werden. Der Weg auf ihre Aussichtsplattform ist allerdings beschwerlich....

13.04.2004 - dresden-online.de
Beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche ist heute der letzte 300 kg-schwere Stein gesetzt. Die letzte Lücke im Kranz, 78 m hoch in der Südostecke. Dazu eine Kassette mit Gedicht, Urkunde und Liste der 200 Bauleute. Am Nachmittag soll ein Kran ihn in 78 Meter Hoehe in die Laterne auf der Hauptkuppel einfuegen. Das nächste historische Datum folgt schon am 22. Juni 2004. Dann wird die 15 Meter hohe Turmhauben-Konstruktion samt Turmkreuz nach oben gezogen!! Die Steinsetzer Steffen Rauh und Tobias Lochmann setzten diesen letzten Stein, damit endete die Arbeit der Steinsetzer. Frauenkirche Dresden: Beginn des Wiederaufbaues

11. Jahrhundert: Romanische Kirche "Zu unserer lieben Frau". — 1722 fällt der Rat den Beschluss eine neue Kirche zu errichten. — 26.06.1726: der Entwurf des Ratszimmermeister und Architekt George Bähr wird genehmigt. Finanziert aus Spenden der Dresdner Bürger. — 28.02.1734 der Innenraum wird geweiht. Ein Kupferdach ist teuer, der Sandstein direkt vor den Toren Dresdens den Bähr plant ist preiswerter, aber dies stieß auf Bedenken. 5 Jahre nach Bährs Tod am 27.05.1743 wirdder Bau vollendet mit dem Kuppelkreuzes. Bähr's Entwurf zeichnet sich durch die komplett steinerne Kuppel, aber einmalig durch die faszinierende, konkave Kuppel aus, so an eine Glocke erinnert. Deshalb der Name "Die Steinerne Glocke". Hinzu kommt die besondere Akustik der Kirchenhalle. Sogar Bach (während seiner Leipziger Zeit) spielte hier die "Silbermann-Orgel". Die Frauenkirche wird Dresdens Wahrzeichen.

13./14.02.1945 beim Luftangriff auf Dresden wird die gesamte Innenstadt mit ihren barocken Schätzen zerstört. Nach stand die Kirchenkuppel — die jedoch am 15.02.1945 einbricht, da der Sandstein durch die Hite dem Druck der Kuppel nicht standhält.
50iger: Beräumung der Ruine und aus Kostenproblemen zum Mahnmal gegen den Krieg benannt.
1992: Planung des Baus. — 1993: Baustelle einrichten; in 18 Monaten werden 20.000 m³ Trümmer beräumt und die historischen (3.634) Steine nach Lage und Beschaffenheit katalogisiert. — Mai 1994: Beginn des Wiederaufbaus der Kellergewölbe. — 1996 Kirchenweihe und Baubeginn der Außenwände mit einem »mitwachsendem« Dach. — Ab Anfang 1998 werden die Rundbögen gesetzt. — Ende 1999 wird der Innensims beendet. August 2000 wird die Kuppel üebr dem Chor geschlossen. Das von einem englischen Kunstschmied erneuerte 7 Meter hohe Kuppelkreuz wird 2000 übergeben. An den Mauern sind deutlich alte und neue Steine zu erkennen. — 2001 wird nach dem Schluss der Innenkuppel der Altar restauriert, die Stahlgerüste der Emporen werden gesetzt. — Im Mai 2002 wird die Außenkuppel - das Wunderwerk Pöppelmanns - begonnen. Der erste Druckring in 61 m Höhe wurde im Mai versetzt. — August 2003 die Gerüste und das Wetterschutzdach werden entfernt und die Gerüste für die Laterne werden gesetzt. — Oktober 2004: Die Arbeiten im Innenraum sollen beendet sein. — Reformationstag 2005: Wiedereinweihung. — 800-Jahr-Feier von Dresden 2006 soll die Kirche wieder voll erstanden sein. Verbaut wurden knapp eine Million neuer und alter Sandsteine. Die kupferverblechte Holzkonstruktion der Turmhaube mit dem Turmkreuz in 91 m Höhe wird am 22.06.2004 gesetzt. Samt einer Aussichtsplattform der Abschluss der Kirche. Insgesamt wurden 28.000 m³ Sandstein versetzt, das gesamte Bauwerk bringt 59.000 t auf die Waage und wurde für 130 Mio. € errichtet.

Die Yenidze - eine Moschee (?) in Sachsen

Die Yenidze wird korrekt ausgesprochen als »scheenidse« und ist ein Bauwerk aus der Zeit als der Orient noch weit weg und fremdartig war. Dennoch für Deutsche so nah, dass er Sehnsucht erzeugte — wie heute ein Grundstück in der Karibik oder auf dem Mond. Yenidz: benannt nach einer osmanischen Tabakstadt.
Bild und Historie


13. Februar 1945 - Dresden gedenkt (03.02.2004)

Dresdens Zerstörung

Gedenken an die Opfer und die Zerstörung durch die Bombennacht vor 59 Jahren

"… man darf gar nicht daran denken, wenn man im Keller sitzt und wartet so auf den Tod" schrieb eine 55-jährige Dresdnerin an ihren Bruder in Pirna am 12. Februar 1945.
Am 13. Februar 1945, zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr nahmen 245 Lancaster-Maschinen und neun Mosquito-Bomber der 5. Bomberflotte der Royal Air Force Kurs auf Dresden. 21:39 Uhr wird in der Stadt Fliegeralarm ausgelöst. 22:05 Uhr fällt eine der ersten Markierungsbomben über dem Stadion im Ostragehege. Der Bombenabwurf auf Dresden beginnt 22:13 Uhr. Nach wenigen Minuten steht die gesamte Innenstadt in Flammen. Eine zweite Angriffswelle folgt am 14. Februar 1945 gegen 1:23 Uhr. 529 Bomber werfen ihre tödliche Fracht auf die Stadt. Dresden brennt auf einer Fläche von 15 Quadratkilometern.…

Dresden mahnt und gedenkt Oberbürgermeister Ingolf Roßberg lädt alle Bürgerinnen und Bürger am 13. Februar, 11:00 Uhr zur traditionellen Kranzniederlegung auf den Heidefriedhof ein. Erwartet werden zum offiziellen Gedenken an die Opfer der Bombennacht Vertreter der Sächsischen Staatsregierung, des Bundestages, des Sächsischen Landtages und des Stadtrates. Die Kränze werden von Polizeischülern getragen. Ingolf Roßberg: "Nie vergessen, was so unfassbar, mahnen und wach sein ? das ist stetige Aufgabe unserer und nachfolgender Generationen. Dresdens Gedenken an die furchtbarste Nacht dieser Stadt und ihrer Menschen mahnt alljährlich über Grenzen hinweg: Nie wieder und nirgendwo Krieg! Ehren wir die Opfer, indem wir sie nie vergessen. Gedenken wir mit nachhaltiger Erkenntnis für die Gegenwart und die Zukunft."


Großsiedlung Neu-Trachau

Beispiel der Anwendung von Bauhaus-Technologien

Gebaut für kleine Beamte und sozialschwache Schichten der Bevölkerung, die Abwendung von der kapitalistischen Mietskasernen-Bauweise (Hecht) führte in der Weimarer Republik zum "Neuen Bauen". Durch die Kriegsvorbereitung der Nazis wurde diese Entwicklung gestoppt. Nach dem krieg ging es um die Schaffung von Wohnraum überhaupt im am 13.02.1945 durch den anglo-amerikanischen Terrorangriff stark zerstörten Dresden. Hinweis: Die hier vorliegende Fassung wurde aus einem Vortrag von Karl-Heinz Löwel, gehalten auf einem Kolloquium der TU Dresden/HWT Dresden am 22.6.1996 in Trachau, zusammengestellt. Die Veröffentlichung erfolgte in der TBZ Nr. 41.

Die Großsiedlung Trachau ist eine Großwohnsiedlung der 20er und 30er Jahre. Sie besitzt eine stark städtebauliche Form und wurde in Mischbebauung (eine Kombination aus mehrgeschossigen Mietshäusern und Einfamilien-Reihenhäusern) errichtet.

Es handelt sich dabei um gemeinnützigen Wohnungsbau, der von der öffentlichen Hand gefördert wurde. Neben Wohnungen wurden auch zwei Heizhäuser für Zentralheizung und zwei Wäschereien, ein Sportplatz sowie einige Läden errichtet. Bereits im Bebauungsplan spielen die Freiräume und ihre Gliederung nach funktionalen Prinzipien eine wichtige Rolle. Auch die Architektur der Wohnhäuser nimmt z.T. sehr starken Bezug auf den Freiraum mit Balkons, Dachterrassen, Außengängen, Loggien und Glaserkern, die (besonders an den Häusern Hans Richters) in vielen Spielarten zu finden sind. Die Architektursprache ist ebenso wie die städtebauliche Anlage nicht nur streng funktionalistisch, jedoch stellen die vor 1933 errichteten Teile ein für Dresden wichtiges Beispiel des Neuen Bauens dar.

Nach 1933 wurde nicht nur mit anderer Architektur sondern auch nach völlig anderen städtebaulichen Prinzipien weitergebaut. Dieser Bruch erhöht aber den Zeugniswert der Anlage, weil er die entsprechenden Veränderungen so klar ablesbar macht. Außerdem war der Bau der Siedlung bis 1933 schon so weit fortgeschritten, daß die städtebauliche Gesamtwirkung nicht mehr wesentlich beeinträchtigt werden konnte.

Die Großsiedlung Trachau ist ein repräsentatives Beispiel des gemeinnützigen Wohnungsbaus der Weimarer Republik. Als solches wurde sie nach dem Denkmalgesetz der DDR von 1975 unter Schutz gestellt. Die Erfassung der Denkmale erfolgte zwischen 1980 und 1985. In der Denkmalliste des Stadtbezirkes Nord der Stadt Dresden von 1987, die allerdings nicht die erste beschlossene Denkmalliste war, wird die Großsiedlung Trachau als Denkmal der Stadtbaukunst mit überregionaler Bedeutung genannt, d.h. ihr wurde eine ebensolche Bedeutung zugemessen wie z.B. dem Schloß Übigau und der Martin-Luther-Kirche in Dresden-Neustadt (Hammer 1989). Zur Vorbereitung wurde 1974 durch eine Kommission ein Dokument über die bedeutendsten historischen Städtebauensembles des Bezirkes Dresden erarbeitet.

"Als einziges städtebauliches Ensemble aus der Zeit nach 1918 ist hierin das Wohngebiet Dresden-Trachau, Siedlung Kopernikusstraße, enthalten, das ein hervorragendes Beispiel der Wohnhausarchitektur der zwanziger Jahre darstellt mit interessanten städtebaulichen Raumbildungen und guter Grüngestaltung..." (Sniegon 1978).

Anmerkung:
Die Geschichte der Siedlung geht ständig weiter. Unter anderem wurde im Jahr 2000 eine umfangreiche Sanierung abgeschlossen. Für 120 Mill. DM wurde die Siedlung rekonstruiert. Unter dem Titel "Bauten der Moderne in Sachsen - Die Großsiedlung Dresden-Trachau" hat die Wohnungsgenossenschaft Trachau-Nord eG (WGTN) zusammen mit dem Werkbund Sachsen e.V. ein Buch über die Siedlung, deren Geschichte und Sanierung herausgegeben. Das Buch ist seit September 2000 im Buchhandel erhältlich.


Großsiedlung Dresden Trachau (1927/33)
Architekten Hans Richter, Hans Waloschek, Schilling und Gräber, Ernst Ufer, Kurt Müller, Willimartin Romberger

Aachenerstraße, Abbestraße, Benzstraße, Carl-Zeiß-Straße, Doppertstraße, Fraunhoferstraße, G.-Richter-Straße, Halleystraße, Industriestraße, Kleestraße, Kopernikusstraße, Lichtenbergerweg, Richard-Rösch-Straße, Steinheilstraße, Trobischstraße
01129 Dresden
Von der Moderne sind hauptsächlich die Bauten von Hans Richter und Hans Waloschek im westlichen Teil der Siedlung geprägt. Diese entstanden zwischen 1929 und 1933.
Von 1996 bis 2000 wurde die Siedlung komplett saniert, die ursprüngliche Farbigkeit wurde wiederhergestellt.
Dresden-Trachau: Kopernikusstraße Dresden-Trachau: Riss der Wohnsiedlung

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Dresdner stimmen mit "Ja" zur Brücke! (28.02.2005)

Waldschlösschen-Brücke

Die Dresdner haben klar entschieden: 67,93 Prozent stimmten beim Bürgerentscheid für den Bau der Waldschlösschenbrücke. Insgesamt wurden 201.896 gültige Stimmen gezählt, was einer Wahlbeteiligung von 50,8% entspricht. Damit beteiligten sich an der Abstimmung so viele Dresdner, dass die Entscheidung wie ein Stadtratsbeschluss bindend ist.

Augustus-Brücke

Dimitroff-Brücke

Kein Bau ist so eng mit dem Ursprung Dresdens verbunden wie die Augustusbruecke. Sie steht an dem Ort, der die Keimzelle der mittelalterlichen Siedlung war. Die Handelsstrasse von Nuernberg nach Krakau, die so genannte Frankenstrasse, fuehrte hier durch eine Furt ueber die Elbe. Die wurde spaetestens seit dem 13. Jahrhundert durch eine Bruecke ersetzt, die zwar oft erneuert wurde, aber immer die beiden Herzkammern der Stadt miteinander verband.